Wir sind dann mal weg!
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fotoooooooooos

so, falls hier noch irgendwer vorbeikommt: die ersten fotos sind online. die einträge bis zum 12. oktober gibts jetzt auch mit bild. viel spaß beim anschauen.

ps: die bilder sind hauptsächlich von micha, ein oder zwei auch von alejandro und francis (dank facebook). ich weiß noch nicht, ob ich landschaftsfotos auch noch nachträglich hinzufüge... die sind eh immer gleich und auch überall im internet zu finden. außerdem werd ich wohl nicht mehr so viel zeit dazu haben...

Laura am 20.11.08 15:34


wieder daheim

hallo ihr lieben leser alle!
wir zwei sind sicher auf deutschem boden gelandet und gewöhnen uns so langsam aber sicher wieder an den alltag. wir haben ziemlich viel gelernt unterwegs, unter anderem, dass santiago erst der anfang ist...

euch allen, die uns auf unserem weg begleitet haben, sagen wir von herzen: MUCHAS GRACIAS! ihr wart uns alle ganz nah und wir haben uns immer über eure lieben kommentare gefreut. vielleicht habt ihr noch ein bisschen geduld, dann könnt ihr hier auch noch fotos bewundern...

euch allen eine schöne zeit und ein fröhliches ULTREIA!
Laura am 15.11.08 10:21


estacion de autobusses, ponferrada

nur eine miniminizwischenmeldung, damit ihr bescheid wisst: jaaaaaa, ich hab matavenero gefunden. war irre schwierig, da hoch zu kraxeln und teilweise echt gefaehrlich. dagegen ist der camino ein klacks. jaaaaaa, ich durfte bei diesen freaks uebernachten. war echt interessant und witzig und nett. richtiges aussteigerleben eben, ohne strom, aber mit gitarre. und mit den ueblichen hippie=diskussionen, wer wo wann welche sauerei veranstaltet hat und wer warum was aufraeumen darf. abends haben sie dann ihre gitarren und ihr marihuana ausgepackt.
jetzt bin ich also mal wieder am busbahnhof, die rainbow=hippies aus matavenero haben mich mit ihrem vollgestopften vw=bus mit runtergefahren, weil sie einkaufen muessen. es wird langsam winter hier...
wenn ich es jetzt noch schaffe, valentino und francis in negreira im zirkus zu besuchen, und zwar noch heute, dann hab ich alles erreicht, was ich wollte. aber auch so bin ich sehr zufrieden und freue mich mittlerweile auch wieder auf zuhause, auf eine badewanne ... oje, ich muesste dringend mal duschen... und darauf, all die leckeren sachen, die ich hier gegessen habe, nachzukochen. mama freu dich schon mal und sag der kueche bescheidª

um 15.45 geht mein bus nach santiago, von dort aus muss ich dann nach negreira fahren und dann noch den zirkus und dann noch die beiden jungs finden. sollte das nicht klappen, uebernachte ich halt nochmal in der acuarioherberge in santiago, die haben bis um 12 offen. morgen treff ich mich um 12 mit vron vor der kathedrale und uebermorgen komme ich dann, um euch endlich alle wieder in die arme schliessen zu koennen,

jippie

bis ganz sehr arg bald,
die laura am fast ende ihrer pilgerreise
laura am 5.11.08 14:49


taeglich gruesst das murmeltier

und wieder sitz ich hier, in ponferrada, 202km von santiago weg, wo ich vor paar wochen schon vorm pc sass und euch geschrieben habe. ich hab heute den bus genommen - aahh, viel zu schnell!!! mittlerweile weiss ich, dass das dorf, wo ich hinwill, matavenero heisst, aber ich kann morgen nur bis molinaseca fahren und werd dann laufen muessen. erstmal den camino rueckwaerts bis foncebadon und von da aus nochmal etwa 10km. bloed nur, dass ich da oben von hier aus den schnee sehen kann und dass ich dann kucken muss, dass ich am fuenften schnellstmoeglich nach negreira zum zirkus komme... ach, diese planerei immer, das bin ich gar nicht mehr gewohnt! ich hab heute auch zum ersten mal seit dem ganzen weg kopfweh! dauert wohl noch n bisschen, bis ich wieder in den schnellen alltag zurueckfinde...

wer weiss, vielleicht kommt morgen auch alles ganz anders...
soweit mal meine kurze zwischenmeldung aus dem herbstlich verregneten spanien. servutius!
laura

ps: elli, ich lass mir was tolles fuer dich einfallen!!
laura am 3.11.08 19:15


am ende!! der welt!! und weiter!!

ihr lieben!
danke fuer die glueckwuensche. hui, wer nicht alles diese blogadresse hat...! ich bin wieder in santiago in der hippie-albergue, und werd jetzt mal einiges nachholen. here we go!

1. die sache mit santiago
vom monte do gozo (dem berg der seufzer) aus kann man santiago sehen. ich blickte also auf santigos lichtermeer, aber ich wusste nicht, dass es santiago war. ich hatte keinen blasse schimmer. ich hab nur irre geflennt, als ich den himmel in sonnenuntergangsflammen sah. ein teil von mir hat wohl doch gewusst, dass ich da auf das fast-ziel geblickt habe...
den pausentag in santiago hab ich seeehr chillig verbracht: vron und walter begruesst, ganz brav das pilgermuseum besucht - war echt interessant, und kostenlos! - fruehstueck im *****-parador-hotel gehabt (die sache ist die: das hotel war frueher das pilgerhospital und bis heute besteht die regel, dass sie pilger versorgen muessen. deswegen kriegen die ersten zehn pilger, die am hintereingang des hotels stehen und ihre compostela dabeihaben, fruehstueck bzw. mittagessen bzw. abendessen. zwar nur das personalessen, aber ist echt lecker, und mal wieder kostenlos!)

2. on the road again - der tag fuer moeni
die strecke fuer die liebe moeni ist eine von grosser bedeutung: raus aus santiago. komisches gefuehl! ging aber gleich in den absoluten dschungel, mit eukalyptusbaeumen und nem wilden kaninchen, das sich gar nicht weiter von mir stoeren liess. leider hats dann mal wieder geregnet, wie sich das fuer galicien so gehoert, aber ich hab auch james und ann wieder getroffen und war mit ihnen und zwei amis in der herberge in negreira. die amis sind susie und ihr sohn scott, der peace-pilgrim, der vollstaendig ohne geld auskommt und eigentlich vom guten willen der anderen lebt, aber ohne sie auszunutzen, weil sein wichtigster wert LOVE ist und er sagt: die leute WOLLEN lieben und geben und so. also der ist echt cool und riesig und witzig, und ausserdem kannsch mit dem schwaebisch schwaetze, weil er zehn jahr in schdugart glaebt hot!

3. negreira - o-town
fragt mich nicht, wie diese stadt mit o hiess: ich weiss es nicht mehr! gelandet sind wir (james, ann, marc aus kanada, die amis und ich) dann in nem WILDEN kaff mit kuehen und schafen neben der herberge, nachdem wir einen HAGELSTURM durchquert hatten. den ganzen weg ueber hab ich sooo aufgepasst, dass ich nicht in die pfuetzen trete, die viele abschnitte des weges bereits in halbe fluesse verwandeln, und war schon stolz, dass ich bis zum ende trockene socken behalten habe --- was sich dann innerhalb von zwei sekunden geaendert hat. so nene hagelschauer hab ich auch noch nicht erlebt! abends in der bar (es gab zwar ne kueche in der herberge, aber keinen laden, deswegen mal wieder pilgermenue) haben wir dann festgestellt: ui, morgen ist haloween, DAS keltenfest schlechthin. zuerst wollte ich in drei tagen nach finisterre laufen, dann in vier, weil mir zwei leute die herberge paar km vor finisterre empfohlen hatten, aber dann hab ichs doch in drei gemacht: schliesslich darf man sich die gelegenheit, das fest der geister am ende der welt zu verbringen, nicht entgehen lassen.

4. finis terrae
war schon beeindruckend, aber vom sonnenuntergang haben wir nicht mehr so viel mitgekriegt. meine socken haben auch nicht gescheit gebrannt. mein eigenes ritual bestand dann aus im dunkeln sitzen, den wellen zuzuhoeren, so zu tun als haetten meine socken lichterloh gebrannt, so zu tun als gings hinter dem horizont kerzengerade abwaerts, bisschen fuer die anderen zu singen und dann mit den anderen zu singen. (marc, ann und james hatten ihren letzten tag.) es hat sich aber einfach noch nicht so richtig wie ein ende angefuehlt.
beeindruckender war der moment in den bergen, als wir zum ersten mal das meer sehen konnten. ihr habt uns bestimmt gehoert: ja, das geschrei, gejodel und geheul, das waren ann, james und ich das meer ist das groeoeoeoeoeoeoesste, was man nach all den kilometern zu sehen bekommt und legt sich wie ein riiiiiiiiieeeeeeeeeesengefuehl auf deine brust!

5. schluss mit lustig
naechster tag, letzte etappe: auf nach muxia. mit raul gestartet und es durch das pfeil- und zeichenwirrwarr geschafft. da wurde ich fuenf wochen auf gelbe pfeile und muscheln trainiert und ploetzlich soll ich aus rosa pfeilen und muscheln in alle richtungen den weg rauslesen. ausserdem fuehrt der richtige camino hinter lires DURCH einen fluss. ja, ohne bruecke, nur ein paar glitschige und ueberflutete steine. haha, toller witz! also umweg ueber porcar und vier kilometer mehr. spaeter dann IRRE straende voller voegel und immer wieder das meer. herrlich! nicht so herrlich ist es, im dunkeln im wald zu stehen und nicht zu wissen, wo es hingeht. ich bin dann dahin gegangen, wo autos fuhren und hab mit meinem grandiosen orientierungssinn herausgefunden: aha, da ging die sonne unter ... also ist da norden... muxia ist im norden... also nix wie los. ja, ich habe die herberge gefunden, war muede, tot und angepisst. genau das richtige gefuehl, den camino zu beenden. so richtig beendet hab ich ihn heute an der costa da morte mit monica und raul, an der gewaltigen "todeskueste", mit sonntagsmesse und gechilltem kaeffchen und einem armband, das fuer mich den gesamten weg wiederspiegelt.

heute busfahrt nach santiago: koooooooomisch, so schnell und so einfach und irgendwie ganz ungewohnt. alles rauscht in paar sekunden vorbei, wofuer ich normalerweise ne stunde brauche. hab in negreira plakate fuer den circo marine gesehen, wo valentino und francis arbeiten. werde also am fuenften in den zirkus gehen vorher will ich noch ein deutsches alternativ-hippie-dorf in nem tal bei foncebadon suchen, und morgen mach ich mich dahin auf den weg.

am sechsten bin ich mit vron um punkt zwoelf vor der kathedrale in santiago verabredet, ich moecht nochmal in die messe und mit nem kuss auf die jakobsstatue die reise "offiziell" beenden. die nacht werden wir uns dann am flughafen um die ohren hauen. wie das mit dem zug ist, weiss ich noch nicht. ich denke papa, wir schreiben dir einfach ne sms oder rufen dich an, wenn wir wieder in deutschland sind, wenn das ok ist. ich weiss nicht, ob ich nochmal an internet komme, vielleicht am sechsten... jetzt muss ich erstmal was essen und wenn dieser hospitalero heute nochmal auftaucht, gaaaaaaaanz dringend eine waschmaschine benutzen!

so, ich stuerz mich morgen ins weiter-reisen, auch interessant, wenns mal keinen bus mehr gibt, weiss ich: ich kann ja auch einfach laufen!

seid alle ganz fest umarmt! elli, dir gratulier ich noch nicht, bringt ja unglueck! macht euch keine sorgen, bald habt ihr uns wieder!

la laura
laura am 2.11.08 21:54


saaaaaaaaaantiaaaaaaaaaaaaagoooooooooooooooo

japp, ich bin da! ich bin in santiago! unglaublich. 737 km und ich bin alles zu fuss gelaufen! es wird wohl noch ne weile dauern, bis ich das ALLES so WIRKLICH realisiert hab. heute morgen, als ich im nebel in die kathedrale gegangen bin, war ich nicht so wirklich ueberwaeltigt. ehrlich gesagt dachte ich mir eher sowas wie: na toll. wat isn dat? und dafuer bin ich so weit gelaufen? und jetzt? dann bin ich wieder raus, hatte aber nix zu tun und bin mit paul (jude) und francis (anglikaner) nochmal rein und hab geflennt wie n schlosshund. und dann hab ich alle wieder gesehen: sandra pierre chris leonie micha ann lolli maurizio klaus ... uuuuuuuuuuuunglaublich ich haette nicht gedacht, die ALLE nochmal wieder zu sehen! bin dann mit francis die compostela holen gegangen und danach fruehstuecken, und dieses laecheln ging nicht mehr runter. irgendwann taten mir die backen weh, aber ich konnte nicht aufhoeren zu grinsen. es war einfach ein froehliches, gutes, glueckliches, zufriedenes, sattes und warmes gefuehl. in der pilgermesse hat der pfarrer dann "von roncesvalles: eine person aus alemania" vorgelesen (es werden immer die nationalitaeten und ausgangspunkte verlesen) und ich waere beinahe aufgestanden und haette laut "HIER!" gerufen, so stolz war ich.

der weg auf den monte de gonzo gestern war nochmal uebelst hart! ich wusste nicht, dass es 38 km !!!!! waren, ich wusste es einfach nicht. unterwegs hab ich noch vron und walter getroffen, die sind aber vor monte de gonzo geblieben und sollten heute eigentlich auchirgendwo in santiago sein, oder sie kommen dann morgen. ich hab sie quasi ueberholt (erstmal vor freude die ganze strasse zusammengebruellt). bin im sonnenuntergang angekommen gestern und weiss nicht, wie ich das geschafft hatte. ich hab von irgendwoher nochmal so nen richtigen energieschub gekriegt, und als ich dann sass (und mich ausgeheult hatte), konnte ich kaum mehr aufstehen. paar minuten vorher bin ich noch im halbdunkel mit riesenschritten auf die herberge zugetrabt...

naja, ist jedenfalls toll, hier zu sein, aber ich merke mit jeder minute, dass santiago wirklich erst der anfang ist. werd hier in dieser hippie-herberge nen tag bleiben, mir das museum anschauen, dann nach finisterre und muxia laufen, valentino und francis im circus besuchen (wo sie jetzt arbeiten) und dieses deutsche alternativ-dorf irgendwo bei foncebadon suchen.

bin total muede jetzt, werd mich vielleicht morgen nochmal melden.

gute nacht wuenscht eine gluieckliche laura
laura am 27.10.08 23:59


nachholbedarf

hola chicas y chicos!
PERDON, dass ich so lange nix von mir hoeren hab lassen, aber galicia ist einfach nicht so gut mit internet bestueckt wie castilla y leon. also erstmal huuuhuuu *winke winke* ich lebe noch! und zwar in einem uebelst verkafften kaff namen ribadiso oder so aehnlich. die letzten tage in orten: cebreiro - fonfria - samos - ferreiros - ligunde und heute eben ribadiso.

und jetzt in erlebnissen: der abstieg vom cebreiro war ganz ok, doch auf dem alto de roque fielen ploetzlich wolken von rechts ein, die luft war voll mit troepfchen und ich konnte grade fuenf meter weit sehen. deswegen hab ichs auch nur bis fonfria geschafft, weil es spaeter genieselregnet hat, und zwar ununterbrochen. vron ist noch weitergelaufen, und seitdem hab ich sie auch nicht mehr gesehen, aber ich war ganz froh, dieses schicke runde steinhaeuschen zu finden und in der herberge dort einchecken zu koennen.

bin dann am naechsten tag weiter nach triacastella und am ende von diesem oertchen stand ein wegweiser: jakobsweg nach rechts richtung san xil // jakobsweg nach links richtung samos. haha, denkt sich die laura, was mach ich jetzt ohne karte und wanderfuehrer?? ich geh nach links, denn rechts wohnt der bauer, und wo der bauer wohnt, kann nicht panama sein. nee, tschuldigung, ich geh nach links, weil samos die naechste station ist, die auf meiner liste mit den herbergen aufgefuehrt ist. ich laufe also nach samos und finde mich vor einem riiiiiiiieeeeeeeeesen kloster wieder, leicht verwirrt und hilflos. das kloster, das grossartig als herberge ausgeschrieben ist, ist offen, aber kein moench, hospitalero, pilger oder sonstiges weit und breit. nur zwei ebenso hilflose spanische pilger auf der strasse, die mir erstmal erklaeren: aeh, du weisst schon, dass du gar nicht auf dem ORIGINAL CAMINO bist, sondern die alternativroute gewaehlt hast, die nur wegen des klosters existiert?? BUFF! naja, wir haben dann auf den moench gewartet, der uns in den schlafsaal gefuehrt hat, der uebersaet war mit mittelalterlichen wandmalereien. dann hab ich noch ne englische fuehrung durch das kloster mitgemacht und es war echt toll! vor allem die sachen, die ein moench an die waende gemalt hat. aber auch sonst so, die atmosphaere, der garten, der von einem 86 jaehrigen moench gepflegt wird... hat sich also gelohnt.

morgens dann halb acht im dunkeln mit lolli aus ungarn gestartet. wow, der moment, wenn man den huegel hochgeht und das erste mal in die sonne kommt, nachdem man die ganze zeit im nachtschatten gelaufen ist - unglaublich!
waehrend der letzten etappen hab ich gelernt, einfach zu laufen. zeit, kilometer und staedte sind egal. gegen ende des tages oder der kraefte fragt man dann den ein oder anderen pilger mal, wo die naechste oder uebernaechste herberge oder tienda ist, aber sonst komme ich auch ganz gut ohne exaktes ziel vor augen voran. und wer biegt in ferreiros, diesem wunderschoenen dorf, bestehend aus ner herberge, ner bar, nem bauernhof und ner kirche irgendwo im nirgendwo, um die ecke und hat das 1000km-schild in der muetze stecken? FRANCIS! juhuuu, er hat sich erholt nach seinem zusammenbruch und seitdem sind wir immer mal wieder zusammen unterwegs.

irgendwo nach ferreiros steht dieses alte haus und da haengt ne suedafrikanische flagge draussen. francis klingelt natuerlich gleich und wer kommt raus? gordon, ein aelterer suedafrikaner mit witziger muetze und?? paul! auch aus suedafrika. ich kenne beide ja schon, aber die zwei hatten bisher immer nur voneinander gehoert, sich aber noch nie vorher gesehen. wir hatten dann second breakfast bei dem seeehr skurrilen und seeehr witzigen gordon, der gerade eine herberge aus dem uralthaus macht und hams dann ganz gemuetlich angehen lassen und sind in ligunde gelandet. vorher sind aber noch zwei kuehe in panik ueber den zaun gesprungen und frontal auf mich zugerannt. laura steht in der mitte von der strasse, fuchtelt mit den armen und bruellt und sieht sich schon von zwei kuehen zermatscht... aber es ist nix passiert --- huh, aber gruselig wars schon.

heute nacht bin ich dann um drei aufgewacht (passiert mir sonst niemals!) und war einfach wach. das hat mich schonmal sehr verwirrt. dann bin ich, wieder mal als letzte, losgelaufen und war so komisch muede. dann hat mein rechter fuss angefangen, wehzutun, einfach so. tja papa, heute morgen war wohl so einer deiner wohlangekuendigten tiefpunkte... ich interpretiere das als die nachwirkungen von samos, was mich einfach erstmal ziemlich aus der bahn geworfen hat, obwohl es auch echt schoen war! aber im feld zu sitzen, voegeln zuzuhoeren, zurueck zu blicken und zu sehen: wow, diesen ganzen weg bist du gerade hochgestiefelt, dieses unglaublich gruene gras, der duft in den kiefer- und eichenwaeldern, wasserlaeufer, hunde und pferde, die sich irre freuen, wenn sie mal einer streichelt und einfach zu singen, das hat mich dann beruhigt und wieder runtergebracht. jetzt hab ich die DICKSTE BLASE UEBERHAUPT, etwa so dick wie opas daumen an der linken ferse, ausserdem aufgescheuerte stellen ueberall und mein rechter fuss tut immer noch weh, aber francis "popt" meine "blister" nachher auf und ich fuehl mich ziemlich gut, nach etwa 35 km!!! STOLZ!!

worauf ich richtig lust bekommen habe, ist mir die welt anzukucken. mann, es ist sooo einfach zu reisen! paul ist 18 und war schon in deutschland, prag (dahin bin ich uebrigens auch eingeldaden ), daenemark, ... francis und ich wollen zusammen in nem kibbuz arbeiten --- mal sehen ob das was wird mit dem studium naechstes jahr! man braucht gar nicht viel und kann so viel erleben. boah, ich haette lust, gleich morgen meine weltreise zu beginnen... nee, erst uebermorgen, wenn ich in santiago bin.

wirklich jetzt! morgen gehen wir bis monte do gozo, der "pilgersammelstation", bevors dann geschlossen "santiago wir kommen" heisst.

@ papa: muxia ist das wirklich wahre absolute komplette ende des jakobsweges und einen tagesmarsch von finisterre entfernt.

@ elli und moeni: klaaar, kein ding, fuer elli denken wir uns was schoenes aus und die strecke fuer moeni muss ich mit vron mal ausmachen --- vorrausgesetzt, ich finde sie irgendwann nochmal.

so, jetzt gehts an den rio, chillen, gitarre spielen, blasen poppen )

viele liebe gruesse und ich freu mich schon, euch alle wieder live zu sehen.

hab euch alle sehr arg lieb.
die laura
laura am 25.10.08 21:21


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