Wir sind dann mal weg!
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ach leon...

...die alte wundertuete, die hat noch n paar ueberraschungen fuer uns uebriggehabt. aber erstmal tausend dank fuer all eure lieben kommentare!
@ frank und ruth: wie bitte? ich klinge wie hape?? ich fand sein buch eigentlich nicht so gut. ausserdem ist das hier ja kein professionelles literarisches produkt. aber schoen, dass ihr auch mal vorbeilest.
@papa: ooooooh ja, das lied haben wir so gesungen! und zwar abends bei wolf in mansilla de las mullas, weil francis aus suedafrika doch seine gitarre mit rumschleppt. das war der abend, an dem micha seinen geburtstag gefeiert hat. hab ich eigentlich schon erwaehnt, dass die vollkrampe sich das nur ausgedacht hat, weils ihm so langweilig war??? jaaa, und ich geb mir die groesste muehe mit meinem meseta-blumenstrauss! zur strafe hat er dann ne minitasse und n minikuchen mit happy birthday und kerzen und allem drum herum gekriegt vor allen leuten, die ihm natuerlich gratuliert haben, und er musste dann tausendmal kleinlaut zugeben, dass er gar nicht geburtstag hat. aetsch. aber war lustig - vielleicht hab ich auch bald geburtstag...! ist ja witzig, dass du genau an dieses lied gedacht hast: la la laaaaa lalalala...
@lisa: uff! wie viel stunden wir laufen? das ist gaaanz unterschiedlich. heute sind wir zum bleistift um halb zehn losgelaufen und waren etwa um fuenf hier, glaub ich. es waren 25 km und wir haben schon paar mal pause gemacht und uns unterwegs auch mal kurz getrennt. also so zweimal ne stunde pause war wohl schon drin. die 18 km nach leon rein bin ich allerdings mit dem schnellen francis gelaufen, das hab ich in guten 3 stunden geschafft und hab nur paar minuten pause gemacht und mir gings wunderbar dabei. dann muss man auch immer noch mit einberechnen, obs die ewig platte meseta ist, durch die wir laufen, oder ob mal n huegel kommt usw. ist also seeehr unterschiedlich, aber das normale lauftempo ist knapp 5 km/h, und dann taeglich so zwischen 20 und 30 km.
@alle schueler und studenten, die fleissig buecher waelzen und baenke druecken: haaaahaaa!! nein quatsch, ihr armen! gott sei dank sind wir aus dem laden raus bzw. noch nicht drin. der camino ist unsere schule des lebens...
@alle, die sich sorgen machen, weil ich nicht schreibe: ja sorry, nicht jede albergue ist so fortschrittlich mit internet ausgestattet und manchmal, da muesst ihr mir schon verzeihen, hab ich nach all dem laufen und duschen und waesche waschen einfach keinen nerv mehr, noch zu schreiben. ist aber natuerlich echt nett, wenn ihr alle so feste an uns denkt.

oje, ich seh schon, der eintrag ist schon ewig lang und ich hab noch nicht mal richtig angefangen. also: unsere party war echt lustig! um drei waren wir dann mal im bett. aber wir mussten ja erst um 10 wieder raus. wir sind von tapas-bar zu tapas-bar gezogen (tapas, fuer alle unwissenden, sind so sachen wie kaese, schinken, chips, brot, kartoffeln oder kichererbsen, die man kostenlos zu jedem drink kriegt, den man bestellt), haben sogar gabis tranvestitenbar gefunden, die dann gar keine war, und walter war auch mit von der partie. war seeehr witzig - und ein leben auf leons strassen! zum abschied einen trockenen walzer auf dem plaza mayor getanzt und dann BETT!! am naechsten morgen war vron noch nicht so fit, und wir haben unser gepaeck in der albergue lassen duerfen und uns ganz entspannt leon angeschaut. ist ne schoene stadt! kuckt euch mal die kirchenfenster an! BOOOOAH! und die schwangere marienstatue - sehr kurios! gegen drei sind wir dann durch schickes industriegebiet und ghettoviertel nach virgen del camino gelaufen, eine sehr haesslcihe stadt. latschen zu der herberge und was ist? CERRADO! geschlossen! dolle show! naechste herberge nach drei stunden fussmarsch? nein danke! zurueck nach leon, womoeglich nochmal zu den benediktinern und den ganzen weg am naechsten morgen nochmal lafen? nein danke! bus zur naechsten herberge? gibts keinen, nur bis astorga, und das waere zu viel uebersprungen. sind dann also im hotel abgestiegen. 20 euro pro nase, naja, als pilger ist man was anderes gewohnt, aber wir hatten unsere eigene dusche, unser eigenes klo und mussten mal nicht im schlafsack pennen. aber: kleine suenden bestraft der liebe gott sofort: meine rechte hand ist voller roter boebbel, ich tippe auf eine stechmuecke und hoffe, es waren keine floehe.

auch mein linker linker fuss tut weh, da wuensch ich mir das aua weg. ich weiss nicht genau, was sein problem ist, aber heute ist es echt n bisschen arg. ich massiere ihn schon immer, mach zwischendurch pausen usw, aber vielleicht war ihm einfach das kopfsteinpflaster von leon zu viel. ich trinke jetzt viel, damit sich da keine sehen entzuenden und bin gespannt auf die aufstiege, die hinter astorga auf uns warten. wenns nicht besser wird, werd ich halt mal beim spananischen onkel doc hallo sagen. aber ich schone mich jetzt erst mal und dann wird dat schon wieder! (bitte macht euch jetzt keine sorgen! hier laufen noch ganz andere krueppel rum!)

der weg heute war erholung von der stadt: ui feldweg - toooooll! voegel! gras! baeume! und ganz hinten am horizont, noch ein bisschen schematisch, die vertraeumten berge... alerdings haben wir diese hochebenen (heissen sie jetzt meseta oder paramo), noch nicht ganz hinter uns. lauft mal 1,5 stunden geradeaus. aber SCHNURgeradeaus. ich glaub ich hab noch nie so nen geradeausenen feldweg gesehen!
aber die leute hier sind nett (bis auf den aufdringlichen marokkaner vor virgen del camino, der gleich meinte: i love you, da haben wir uns aber schnell aus dem staub gemacht!). heute ist so n opi extra von seinem rad abgestiegen und hat mit uns smalltalk gehalten, und hier in hospital de ortega, einer netten schnuckeligen kleinstadt mit *juhuuu* kopfsteinpflaster und riiiiesen eingangsbruecke, haben wir eine tolle herberge gefunden: albergue parroquial. mit bemaltem innenhof, einstoeckigen betten (das erste mal auf m camino, dass es nicht mindestens zweistoeckige sind!), duschen zwar im hof, aber sauber und blau geliesst und einem suessen gaertchen mit obstplantage hintenraus, wo die opis schon fleissig aepfel geerntet und uns in die hand gedrueckt haben, ausserdem gibts heute eintopf mit hauseigenen tomaten und kartoffeln.

ach leute, wir haben schon ueber die haelfte geschafft. ach so, unser flugzeug wird uebrigens am 7. november um 11.15 uhr in muenchen, terminal 1 landen. (nur zur info fuer die leute, die uns jubelnd mit luftballons und tischfeuerwerk begruessen moechten... ) das heisst, wir muessen etwa um 4 uhr morgens am flughafen sein, aber darueber machen wir uns JETZT noch keine gedanken! das ist der caminoparagraph nummer zwei.

CAMINOPARAGRAPH NUMMER EINS:
JEDER MACHT SEINS!


micha ist vorausgestuermt, weil er am 28. oktober auf ein three-doors-down-konzert muss. gabi wollte urspruenglich nur bis leon, war aber so gut drauf, dass sie wohl bis astorga gelaufen ist, aber wir werdden sie wohl nicht nochmal treffen. francis, valentino und das irisch-maltesische paerchen haben zusammen mit phil collins alias michael armstrong alias der brite mit der glatze nen tag noch in leon verbracht und auch walter hat sich da nochmal erholt, der hat wohl die uebelste nacht seines lebens bei der policia local verbracht, der arme. der war echt fertig, aber wir haben ihn wieder ein bisschen aufgemuntert, den alten kauz.
und jetzt warten wir, welche ueberraschung der jakobsweg noch so fuer uns bereithaelt.

so, jetzt gibts erstmal suppe, und morgen heisst es: astorga, wir kommen. das ist die vorletzte groessere stadt, danach kommt nur noch ponferrada und dann eeeeeeeewig nix bis santiago. wir werden danach wohl noch nach finisterre weiterlatschen, weil wir es uns im moment ueberhaupt noch nicht vorstellen koennen, wieder in den normalen nicht-pilger-alltag zurueckzukehren... naja, bis auf die staendige handwaesche, die nervt echt!

also viele herzliche gruesse, macht weiter wie bisher (machen wir jedenfalls und es klappt ganz gut ) KEEP WALKING BOY!!
wir denken an euch alle und ham euch alle liiiip!
die pilgerererinnen
14.10.08 20:22
 


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